Warum eigentlich?

Salzkammergut Sister

Salzkammergut Sisters Club

Warum eigentlich?

InspirationMotherhood-VorbilderDeep connections

Ein Intro fĂŒr den
geilsten Blog
aller Zeiten

Eigentlich wollte ich nur geile Leute kennenlernen. Jetzt sitze ich hier und muss was schreiben. 😅 Ich schreibe eh gern und viel, aber normalerweise nicht for everyone to see and read. "Out of the comfort zone" ist aber auch ein großes Thema dieses Blogs, also los geht's: Sorry, vorher noch ein kurzer Disclaimer: Dieser Blog lĂ€uft nebenbei. Neben 100% Mama sein (day and night — oh yeah!), ein Haus renovieren und langsam wieder mit dem Arbeiten/Freelancen starten. Diesen Artikel habe ich also nicht in einem StĂŒck geschrieben. Eher in 15. Immer mal wieder, wenn der kleine BĂ€r grad schlĂ€ft. Dabei hab ich verschiedene Moods durchlaufen und manchmal GedankengĂ€nge nicht bis zum Ende verfolgt. đŸ„Ž Have fun!

Inspiration

DER Hauptgrund fĂŒr diesen Blog war und ist: Inspiration! FĂŒr mich und andere. Nach sieben Jahren Berlin bin ich es gewohnt, von inspirierenden Menschen umgeben zu sein. ZurĂŒck in der Heimat begegnen mir leider viel zu oft Schwarzmalerei und Ohnmacht. "Es war halt immer schon so", "Was der Bauer ned kennt ..." usw.

Ich will meine Bubble zurĂŒck, also baue ich mir eine! Eine Bubble mit "can-do attitude”. Eine Bubble, die möglichst frei von Vorurteilen ist, oder sich zumindest jeden Tag aufs Neue gegen Vorurteile entscheidet (alte Muster loslassen ist oft gar nicht so leicht). Eine diverse Bubble, in der JEDE:R ein Zuhause finden kann. Mir ist klar: "Sisters" impliziert "weiblich gelesene Personen". Die TĂŒrsteherin des Salzkammergut Sisters Clubs ist aber nicht besonders streng. Das Konzept ist tatsĂ€chlich erst mal auf Frauen ausgelegt. Aus mehreren GrĂŒnden, aber vor allem, weil wir Frauen es hier am Land oft doppelt schwer haben. Mit veralteten Rollenbildern, traditionellen Erwartungshaltungen und kaum Vorbildern, die uns zeigen, was alles möglich wĂ€re.Genau dafĂŒr gibt es diesen Blog:

Ich will Inspiration spreaden und Menschen feiern, die ANDERS denken, GROSS trĂ€umen, oder einfach IHRS LEBEN — Zero fucks given.
Motherhood-Vorbilder

Vor allem im Bereich motherhood fehlt es mir persönlich total an Vorbildern. Menschen, die Familie genau so leben, wie ich es mir auch vorstellen könnte. Ich mag meine Arbeit. Die letzten 14 Jahre meines Lebens habe ich mich ĂŒber Erwerbsarbeit definiert. Hab Anerkennung, BestĂ€tigung und — let's be honest — auch ein gewisses social ranking dadurch erhalten. Als selbststĂ€ndige Website Designerin hatte ich mir mein Business so geformt, dass es perfekt zu meinem Leben und meiner Energie passte. Kein Überarbeiten, genug Zeit fĂŒr Selfcare und die nicesten Kund:innen ĂŒberhaupt. Kein Wunder also, dass ich diesen Teil meines Lebens gern zurĂŒckhĂ€tte.

Gleichzeitig ist da aber ein neuer, sehr dringlicher Wunsch hinzugekommen: Ich will die beste Mama fĂŒr mein Baby sein! Nicht wegen des Drucks von außen (und glaubt mir: It's a thing!), sondern weil ich aus tiefstem Herzen nur das Beste fĂŒr den kleinen BĂ€ren will und es mich auch unglaublich erfĂŒllt, ihm das zu geben.

Das hĂ€tte ich vorher in dieser IntensitĂ€t gar nicht fĂŒr möglich gehalten. Ich gehöre nicht zu den Frauen, die sich immer schon 100 % sicher waren, ein Kind haben zu wollen. Mir war immer bewusst, dass es vor allem als Frau schwierig ist, ALLES zu wollen (Kind und Karriere). Den perfekten Zeitpunkt abzuwarten, an dem ich vielleicht einen tollen Plan ausgearbeitet hĂ€tte, war mir aber zu risky. Time is ticking. Wir brauchen wohl nicht ĂŒber dieses belastende Zeitfenster sprechen, mit dem Frauen auf der ganzen Welt dealen. Ehrlicherweise springe ich aber auch gern ins kalte Wasser. Also habe ich mich fĂŒr ein Baby entschieden, ohne zu wissen, wie es mit der Arbeit dann weitergehen sollte.

Jetzt, fast zwei Jahre spĂ€ter, weiß ich mehr. NĂ€mlich Dinge, die ich vorher nie hĂ€tte planen oder verstehen können. Ich bin ein völlig neuer Mensch. Alex 2.0 möchte jeden Tag mit ihrer family verbringen, braucht aber auch ihr eigenes Ding. Eigene Projekte, Arbeit und Geld, me-time zum Nichtstun. Was Alex 2.0 nicht will: so weitermachen wie vorher + Kind (100 % Job + 100 % Kind = 200 % Energie?! Woher, bei dem wenigen Schlaf?). NOPE! Ich hab keine Lust, mich auszubrennen, aber auch keine Lust, finanziell von meinem Mann abhĂ€ngig zu sein und "nur" zuhause bei meinem Kind zu sein. "Nur" heißt in dem Fall, drei ganze Leben und den Haushalt zu managen. Dauerhaft völlig fertig zu sein und null Anerkennung dafĂŒr zu erhalten. Eher noch ein "Du wolltest es doch so!" oder "Da mussten wir alle durch".

Okay, bin etwas abgedriftet: Ich brauche Vorbilder, weil ich noch keinen Weg sehe, bei dessen Vorstellung mein Bauch vorfreudig kribbelt und ich ein klares "JA, GEIL!" in mir fĂŒhl’.

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Deep connections

Was der Salzkammergut Sisters Club nicht sein soll: ein reines Business-Netzwerk. Davon gibt es schon genug. Vor zwei Jahren hÀtte ich das sicher auch noch mehr aus einer Business-Richtung betrachtet. Da war meine Arbeit noch highest priority.

Mit der Schwangerschaft hat sich aber einiges geĂ€ndert. Ziemlich schnell sogar. Ich war auf eine langsame, neunmonatige Umstellungsphase vorbereitet. Die AnfangsĂŒbelkeit mitsamt dem riesigen Hormon-shift hat mich aber von heute auf morgen völlig aus meinem bisherigen Leben gerissen. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Das hat mir Angst gemacht und ich habe die ersten Monate sehr stark gegen diese VerĂ€nderung angekĂ€mpft. Wollte mit aller Kraft am rationalen Denken festhalten.

Irgendwann, natĂŒrlich erst in der Retrospektive, habe ich verstanden, dass da eine superschöne Sache passiert: Ein shift vom Rationalen ins Emotionale. Mit aller Gewalt raus aus dem Kopf — zurĂŒck in die Intuition. Diese VerĂ€nderung macht auch total Sinn. Ein Kind zur Welt bringen, Mutter sein — das machen Frauen schon so unendlich lange. Es braucht kein Handbuch dafĂŒr. Unser Instinkt sagt genau, was zu tun ist ... wenn der Verstand nicht dazwischen funkt.

Ich habe den Verstand verloren und etwas zurĂŒckgewonnen, von dem ich gar nicht wusste, dass es abhandengekommen war: meine Intuition.

Diese ewig lange Einleitung soll erklĂ€ren, dass ein wichtiger Grund fĂŒr die Entstehung des Salzkammergut Sisters Clubs ein simples GefĂŒhl war. Ein Verlangen, ein Drang, vielleicht ein Ur-Instinkt (kann dieses Wort nicht ohne Bindestrich schreiben 😄), sich mit anderen Frauen zu verbinden. Auf eine tiefer gehende Art und Weise, die weit ĂŒber Smalltalk hinausgeht.

Don't get me wrong, es ist immer noch schwer, die internalisierten Konditionierungen loszulassen. Ich hatte das Projekt schon seit Monaten im Kopf, aber der Verstand war dagegen: "Bringt das Geld? Wie viel Zeit kostet das? Deine Zeit muss Geld bringen!"

But here we are — der erste Blogartikel geht online und ich hab schon drei neue Menschen in meinem Leben, die mir so viel mehr bringen als Geld: neue Perspektiven, Inspirationen, ein neues VerstĂ€ndnis fĂŒr mich selbst und meinen Platz, meine Aufgabe hier.

Bisher lieb ich every moment of it!!

"Und", sagt mein Verstand, "es profitieren ja alle mit ihrem Business von der Sichtbarkeit und dem gegenseitigen support!"

Bleibt die Frage: Bin ich auch an reinen Business-Beziehungen interessiert? Denke schon. Why not? Wenn's mir in the process nicht mehr daugt, kann ich mich immer noch trennen. 😎

The End

Waren das alle GrĂŒnde? Ist dieser Blogpost "komplett"? Keine Ahnung. Bitte um Nachsicht, wie bereits erwĂ€hnt, bin ich in dieser Phase meines Lebens nicht bei klarstem Verstand. Der Schlafentzug + die Hormone = đŸ€Ż

Auf jeden Fall wĂŒrde ich mich mega freuen, zu hören, was ihr denkt. Wozu oder fĂŒr wen soll der Salzkammergut Sisters Club noch da sein? Drop me a line: hello@alex-design.at oder einfach eine dm auf Instagram: @alex_hellweg_design.

Ich höre hier trotzdem auf, weil’s sonst zu lang wird. Werde aber sicher noch mal ĂŒber "Was der Salzkammergut Sisters Club alles sein kann" schreiben.

Danke, Bussi, Ciao
eure Alex
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